Wenn Ihr Tier an Silvester zittert, hechelt oder sich versteckt, braucht es Sicherheit. Der beste Zeitpunkt für die Vorbereitung ist lange vor dem ersten Knall – im November lässt sich noch vieles in Ruhe planen.
Jetzt planen, wenn der letzte Jahreswechsel schwierig war
Notieren Sie, wie Ihr Tier bisher auf Feuerwerk reagiert hat: Welche Geräusche lösen Angst aus? Kann es noch fressen, schlafen oder draußen sein Geschäft erledigen? Wie lange hält die Anspannung an? Diese Beobachtungen helfen beim tierärztlichen Gespräch.
Starke Geräuschangst ist behandelbar und sollte frühzeitig angesprochen werden. Je nach Tier können ein Verhaltenstraining, Veränderungen der Umgebung und geeignete Medikamente zusammen sinnvoll sein. Die Auswahl und Anwendung gehören in tierärztliche Hände. Geben Sie keine Medikamente aus der menschlichen Hausapotheke und keinen Alkohol. Warten Sie mit einer Terminvereinbarung nicht bis zum 31. Dezember.
Ein Rückzugsort, den Ihr Tier schon kennt
Richten Sie einen ruhigen, möglichst innenliegenden Platz ein. Eine offene Box oder eine abgedunkelte Höhle kann helfen, wenn Ihr Tier diesen Ort freiwillig aufsucht. Lieblingsdecke, Wasser und bei Katzen eine gut erreichbare Toilette gehören in die Nähe.
Üben Sie den Rückzug schon an entspannten Tagen. Am Silvesterabend bleiben Fenster und Türen geschlossen; Vorhänge oder Rollläden dämpfen die Lichtreize. Gleichmäßige Hintergrundgeräusche dürfen leise unterstützen, sollten das Feuerwerk aber nicht mit zusätzlichem Lärm überdecken.
Draußen Sicherheit, drinnen Verlässlichkeit
- Spaziergänge auf ruhige Tageszeiten und bekannte Wege legen.
- Hunde auch vor und nach Silvester zuverlässig angeleint lassen; bei Fluchtrisiko die passende zusätzliche Sicherung besprechen.
- Freigängerkatzen rechtzeitig ins Haus holen und Ausgänge sichern.
- Chipregistrierung und hinterlegte Telefonnummer im Haustierregister kontrollieren.
- Auch Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel vor Lichtblitzen und Lärm schützen; vertraute Rückzüge erhalten.
Bleiben Sie selbst ruhig und ansprechbar. Wenn Ihr Tier Ihre Nähe sucht, dürfen Sie sie anbieten. Zwingen Sie es weder zum Kuscheln noch aus seinem Versteck heraus. Angst ist kein Ungehorsam und kein Grund für eine Strafe. Futter- oder Suchspiele passen nur, solange Ihr Tier sie freiwillig annimmt.
Training in kleinen Schritten – kein Belastungstest
Geräuschtraining beginnt sehr leise und in einer Situation, in der das Tier entspannt bleibt. Es darf positive Erlebnisse damit verbinden. Zeigt es Angst, war der Schritt zu groß. Ein lautes Feuerwerksvideo als „Gewöhnung“ kurz vor Mitternacht kann die Lage verschärfen. Bei deutlicher Geräuschangst ist fachliche Begleitung sinnvoll.
Quellen & weiterführende Informationen
- Deutscher Tierschutzbund: Silvester mit Haustieren
- Cornell University College of Veterinary Medicine: Fear of fireworks and thunderstorms
- RSPCA Victoria: Managing pets during fireworks or thunderstorms
Recherche: 2. November 2026.




